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1. Das erste was man braucht, ist neben den Farben eine Vorlage. Dafür gibt es im Handel Massen von Büchern oder aber man sucht sich welche aus dem Internet. Im Prinzip kann man jeden Screenshot benutzen, wenn man mit einem Grafikprogramm wie Photoshop oder Gimp die Konturen hervorhebt, was nämlich wichtig ist, ist dass man klar erkennbare Konturen hat. Zu kleine oder große Bilder kann man im Copyshop oder am PC (zu empfehlen ist hier Paint, da man das Bild vor dem Ausdruck einfach in einzelne Seiten unterteilen kann) auf die gewünschte Größe bringen.
2. Bevor man losmalt, muß man sich für eine der 2 gängigen Mal-Methoden entscheiden. Entweder man malt a) auf einer Klarsichtfolie und zieht später nur die Farben ab oder aber man malt b) auf im Fachhandel erhältlicher Spezialfolie, wo man das Bild nach dem Trocknen ausschneidet und dann aufklebt. Die erste Methode ist die häufiger benutzte, allerdings braucht man grade bei filigranen Motiven (ich sag nur mal lange Beine und Schwänze) ein ruhiges Händchen, damit man nichts langzieht und nichts reißt (leere Flächen werden hier auch zur Stärkung mit durchsichtiger Farbe ausgemalen), zudem lassen sich die Motive mitunter nur schwer im Ganzen wieder von der Fläche abbekommen, wenn sie erst einmal richtig kleben. Bei der zweiten Variante kostet die Folie zwar noch extra mitzu, man kann das Bild aber einfach wieder abziehen und immer wieder neu aufkleben. Sollte die Folie mal nicht mehr richtig kleben wollen (was mir schon recht hä fig passiert ist), klebe ich sie einfach mit wasserlöslichem Klebestift auf, den man später mühelos wieder abwischen kann.
3. Nun geht es ans Malen: das Motiv wird in die Klarsichtfolie bzw. unter die Spezialfolie gelegt und man malt mit Konturenschwarz die Umrisse nach. Wichtig ist, dass man richtige Konturenfarbe nimmt und keine Ausmalfarbe. Ist man damit fertig, muss die Farbe erst 2-4 Stunden trocknen (je nach Witterung und Hersteller).
4. Ist die Kontur trocken, kann mit dem Ausmalen begonnen werden. Man sollte immer nahe an der Kontur malen, um häßliche Lücken zu vermeiden. Wenn man mal die Kontur übermalt, ist das auch nicht so schlimm, fast alle Farben werden ja später transparent und bei den restlichen (z. B. weiß) kann man später mit einem Edding nachmalen. Mitunter entwickeln sich beim Ausmalen Blasen, die man aber einfach mit einer Nadel oder einer spitzen Schere aufstechen kann. Das Ganze kommt wahrscheinlich durch Schütteln des Farbfläschchens, was man absolut unterlassen sollte. Ist alles fertig ausgemalen, muß das Bild je nach Größe erstmal länger trocknen, bei großen Motiven sollte man schon mal einen Tag einplanen und vor allem sollte man nicht, um zu testen, ob die Farben schon trocken sind, auf das Bild fassen, sind sie es noch nicht, gibt es häßliche Löcher oder Flecken.
5. Wenn das Bild vollständig getrocknet ist, kann man es bei der Klarsichthüllenmethode vorsichtig abziehen und aufkleben, bei der Spezialfolienmethode muß das Bild erst entlang der Kontur sauber ausgeschnitten werden. Schneidet man etwas schief ab, kann man notfalls immer noch mit einem Edding nachmalen.
Da die Hunde/Wölfe bei Balto fast alle in Grau- und Brauntönen sind, es aber bei der Farbauswahl nicht soviele Farbtöne gibt, muß man Kompromisse treffen und darf nicht auf Original-Farben bestehen.
Hier einige Beispiele, ich habe bisher folgende Farben benutzt (von Marabu):
Balto: Dunkle Fellpartien: grau, helle Fellpartien: frost, Augen: zitron oder gelb und hellbraun, Pfotenballen: hellbraun, Zunge: rot
Jenna: Dunkle Fellpartien: rot oder hellbraun, helle Fellpartien: weiß oder hautfarben, Augen: weiß und bernstein, Halstuch und Zunge: rot
Aleu: Dunkle Fellpartien: hellbraun, helle Fellpartien: hautfarben, Augen: zitron und mittelblau, Zunge: rot
Kodi: Dunkle Fellpartien: terrakotta, helle Fellpartien: hautfarben, Augen: weiß und bernstein, Ohrspitzen: schwarz oder dunkelbraun, Zunge: rot
Steele: Dunkle Fellpartien: schwarz, helle Fellpartien: weiß, Augen: hellblau und weiß, Ohrinnenseiten: hautfarben, Zunge: rot
Star: Dunkle Fellpartien: grau, helle Fellpartien: frost oder hautfarben, Augen: weiß und hellblau, Ohrinnenseiten: rot oder hautfarben, Zunge: rot
Kaltag: Dunkle Fellpartien: bernstein, helle Fellpartien: zitron, Augen: weiß, Augenfleck: hell- oder mittelbraun, Zunge: rot
Nikki: Dunkle Fellpartien: hellbraun, helle Fellpartien: hautfarben, Augen: weiß, Zunge: rot
Als Neuling sollte man erstmal mit großen Figuren oder nur Köpfen üben. Motive mit 2 und mehr Figuren sollte man in doppelter Größe auf A3 malen, da man so dünn ohne Spezialspitzenaufsatz (im Handel erhältlich, extra für dünne Linien) nicht zeichnen kann.
Hier gilt ähnliches wie bei den Fensterbildern: sich erstmal ein Bild mit gut erkennbarer schwarzer Kontur in der richtigen Größe beschaffen und unter den Stoff legen (bei einem T-Shirt z.B. dazwischen), schauen, ob es richtig liegt, gegebenfalls die Ränder unter einem Buch zur Fixierung festklemmen.
Danach die Kontur mit Bleistift nachmalen (wäscht sich, wenn denn noch später sichtbar, wieder raus), danach entfernt man das Vorlagebild darunter und kann so einfach mit schwarzem Stoffmaler die Kontur nachmalen. Auch hier gilt wieder: erstmal mindestens ein Stündchen trocknen lassen, danach kann man ausmalen. Aufpassen: die Farben schmieren meist ab, wenn man zufällig mit den Fingern raufkommt, solange sie noch nicht trocken sind, also aufpassen, wo man hinfaßt!
Wenn die Farben getrocknet sind, müssen sie fixiert werden, indem man sie eine Weile überbügelt (genaueres steht auch auf den Stiften). Waschbar sind die Farben in der Regel bis 60 Grad, doch sollte man die bemalten Sachen nur bis 40 Grad waschen, damit die Farben lange kräftig bleiben.